Die Pensionslücke motiviert zum Sparen

Die Pensionslücke motiviert zum Sparen

Österreichische Bürger schätzen ihre Pensionsansprüche immer realistischer ein. Einem Großteil der Bevölkerung ist klar, dass zwischen dem letzten Arbeitseinkommen und der Pension eine große Lücke klafft. Auch das Bewusstsein um die Wichtigkeit der privaten Vorsorge hat stark zugenommen.

Aktuellen Erhebungen zufolge sparen österreichische Bürger im Durchschnitt immerhin 230 Euro im Monat für ihren Ruhestand. Doch angesichts drohender Altersarmut aufgrund einer sehr großen Rentenlücke ist dieser Betrag immer noch zu gering.

Die tatsächliche Höhe der Pensionslücke

Heuer sind rund fünf Millionen Österreicher mit einem Pensionskonto bei der Pensionsversicherungsanstalt (PVA) registriert. Sie erhalten regelmäßig einen Brief, der sie über die aktuelle Pensionshöhe informiert. Dabei kommt es häufig zu Enttäuschungen, weil sich Hoffnungen auf auskömmliche Pensionen im Ruhestand als Fehleinschätzungen herausstellen. Bei einer Befragung geben zwanzig Prozent der Befragten an, dass sie mit einer Pension rechnen, die nur zwischen 21 und 30 Prozent unter dem Letzteinkommen liegt. Leider liegen sie mit dieser Erwartung verkehrt, denn Experten gehen von einer Rentenlücke in Höhe von 40 Prozent bezogen auf das letzte Einkommen aus.

Betriebliche und private Altersvorsorge sind unverzichtbar

Die Einschau in das Pensionskonto führt bei den Versicherten zu der Erkenntnis, dass ihnen ohne zusätzliche Vorsorge mit Sicherheit Altersarmut droht. Um diese wirksam abzuwenden, eignen sich die betriebliche und private Säule der Altersvorsorge. Das österreichische Betriebspensionsgesetz (BPG) sieht vier verschiedene Formen der betrieblichen Altersvorsorge vor. Dabei handelt es sich um Zusagen von Pensionskassen, betriebliche Kollektivversicherung (BKV), Lebensversicherungen sowie direkte Leistungszusagen. Noch vielfältiger präsentieren sich die Möglichkeiten der privaten Veranlagung für die Altersvorsorge. Klassische Lebensversicherungen erfreuen sich bei Sparern immer noch großer Beliebtheit, obwohl der Garantiezins nur noch bei 1,5 Prozent liegt. Vorsorgewohnungen stellen ein attraktives Modell dar, um mit dem Erwerb einer Immobilie wirksam für den Ruhestand vorzusorgen. Darüber hinaus existieren sehr viele Fonds- und Bankensparpläne, die der Altersvorsorge dienen. In jedem Fall ist anzuraten, möglichst frühzeitig mit dem Sparen zu beginnen. So lässt sich auch mit relativ kleinen Beträgen ein ausreichendes Kapital fürs Alter ansammeln.

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