Wie viel Kapitalmarktprodukte dürfen in die Altersvorsorge einfließen?

Wie viel Kapitalmarktprodukte dürfen in die Altersvorsorge einfließen?

Allgemein gilt der Grundsatz, dass Kapitalanlageprodukte, die der Altersvorsorge dienen, besonders sicher sein sollen. Aus diesem Grund ist es für Pensionsfonds und Lebensversicherungen bisher nicht zulässig, das Kapital der Anleger in spekulative Kapitalmarktprodukte zu investieren. Sichere Kapitalanlagen weisen jedoch nur eine geringe Rendite auf. Spezielle Vorsorgefonds verbinden eine renditefreudige Anlage mit der Sicherheit eines Pensionsfonds und stellen daher eine interessante Alternative dar.

Mit mehr Risikobereitschaft früher in Pension

Die sicheren Anlagekonzepte der Banken und Versicherer für die private Altersvorsorge gehen mit Renditen einher, die oft nicht einmal die Inflationsrate ausgleichen und verlieren daher an Attraktivität. Wählen Sie hingegen Anlageformen mit einer höheren Rendite, erreichen Sie Ihr Finanzziel schneller, können aber auch Ihre zusätzliche Absicherung für das Alter gefährden. Eine interessante Alternative stellt die Ergänzung Ihrer Altersvorsorge um einzelne Kapitalmarktprodukte mit einer höheren Rendite und einem überschaubaren Risiko dar.

Hohe Renditen ohne Risiko gibt es nicht

Kapitalmarktprodukte, die Ihnen ohne ein gewisses Risiko hohe Renditen versprechen, gibt es nicht. Anlageformen wie

  • Aktien,
  • Zertifikate,
  • Aktien- und Immobilienfonds,
  • Rohstoffe und Rohstofffonds sowie
  • Derivate

sind spekulativ. Sie können Ihre Entwicklung nur eingeschränkt vorhersehen. Durch unerwartete Entwicklungen am Markt können Sie daher Verluste bis hin zum Totalverlust Ihres eingesetzten Kapitals erleiden. Daher eignen sich diese Anlageprodukte grundsätzlich nicht für die Pensionsvorsorge.

Pensionsfonds streuen und begrenzen das Risiko

Eine Alternative zur sicheren und unkomplizierten Pensionsvorsorge mit Lebens- und Pensionsversicherungen bieten Vorsorgefonds. Diese speziellen Fonds stellen den Sicherheitsaspekt einer Pensionsvorsorge bei gleichzeitiger Renditeorientierung in den Vordergrund. Misch- und Vorsorgefonds investieren zu Beginn einen großen Teil des Anlagekapitals in Aktien und reduzieren diesen Anteil stetig, um zum Ende der Laufzeit vor Kursschwankungen geschützt zu sein. Andere Vorsorgefonds legen nur einen geringen Anteil von etwa 25 Prozent des Anlegerkapitals in Aktien an und geben eine 95-prozentige Kapitalgarantie. Österreichische Pensionsfonds erfüllen dabei zum großen Teil die Vorgaben des Pensionskassengesetzes und erzielen dennoch Renditen von bis zu sieben Prozent. Zur Anlagesicherheit trägt zusätzlich die breite Streuung des Fondskapitals bei. Fondsmanager können auf diese Weise schnell auf Marktveränderungen reagieren. Für Sie als Anleger sind Pensionsfonds ebenso unkompliziert wie Lebensversicherungen.

Bild: thinkstockphotos, iStock, Goodluz