Die spätere Pension: Der Pensionskontoauszug erklärt

Die spätere Pension: Der Pensionskontoauszug erklärt

Viele Österreicher haben in diesem Jahr bereits das Schreiben der Pensionsversicherungsanstalt (PVA) erhalten. Neben einer allgemeinen Information ist in dem Brief auch der Pensionskontoauszug enthalten. Doch wissen viele Empfänger nicht, wie sie die Zahlen im Schreiben richtig interpretieren. Die sogenannte Erstgutschrift erscheint auf den ersten Blick übersichtlich. Wirklich mit den Zahlen umgehen können aber in der Regel nur Rentenexperten und sehr gut informierte, interessierte Versicherte.

Die Informationen im Pensionskontoauszug

Der Pensionskontoauszug enthält zwei wichtig Angaben:

  • Sie erfahren Ihre zu erwartende Bruttojahrespension und die zu erwartende monatliche Bruttopension, wenn Sie jetzt in Pension gingen und alle Voraussetzungen für den Pensionseintritt erfüllen würden.
  • Welche Angaben und Versicherungszeiten als Grundlage für die Berechnung herangezogen wurden.

Für Sie als Empfänger sind die ermittelten Werte sehr abstrakt, wenn Sie nicht innerhalb weniger Monate oder Jahre in Pension gehen werden. Denn in je weiterer Ferne der Pensionseintritt liegt, desto weniger greifbare Aussagen liefert der Pensionskontoauszug. Insbesondere folgende Probleme und Fragen drängen sich auf:

  • Die Angaben entsprechen dem Stand heute. Wie entwickelt sich die Höhe der Pension in der Zukunft?
  • Wie entwickelt sich Ihre berufliche Karriere? Beförderungen, große Lohnsteigerungen oder aber auch Arbeitslosigkeit berücksichtigt der Auszug nicht.
  • Wie entwickelt sich die Inflation? Bereits jetzt liegt der sogenannte „Steigerungsfaktor“ unterhalb der tatsächlichen Inflation. Der Wert der Pension wird über die Jahre schleichend entwertet. Eine Pension in Höhe von 1.000 Euro verliert innerhalb von 30 Jahren stark an Wert und hat im Jahr 2044 nur mehr eine Kaufkraft von etwa 525 Euro. Das entspricht einer jährlichen Inflation von 2,17 Prozent.
  • Weiters bleiben in den Berechnungen die Kollektivvertragserhöhungen von ein bis zwei Prozent unberücksichtigt.

Rückschlüsse aus dem Pensionskontoauszug ziehen

Um die Höhe der tatsächlich zur Verfügung stehenden Pension zu ermitteln, stehen online Pensionskontorechner zur Verfügung. Sie berechnen mit wenigen Angaben aus der Bruttopension die entsprechenden Nettobezüge. Um die zukünftige Pensionslücke zu ermitteln und zu schließen, sollten Sie sich an einen Finanzfachmann wenden. Er berät Sie, mit welcher Summe Sie in eine private Zukunftsvorsorge investieren sollten und welche Anlagestrategie die für Sie passende ist.

Bild: thinkstockphotos, iStock, IPGGutenbergUKLtd