Immobilienfonds für die sicherheitsorientierte Altersvorsorge

Immobilienfonds für die sicherheitsorientierte Altersvorsorge

Immobilien gelten als ideale Veranlagungsform für Investoren, die viel Wert auf den Schutz ihres Vermögens vor Inflation legen. Im Unterschied zu anderen Geldanlagen verliert Betongold bei inflationären Entwicklungen nicht an Wert. Als genauso krisenfest erweist sich diese Anlageform bei wirtschaftlichen Einbrüchen. Deswegen eignet sie sich vorzüglich für risikoaverse Sparer. Neben dem Eigenheim haben Anleger in Österreich die Möglichkeit, Vorsorgewohnungen oder Anteile an offenen Immobilienfonds zu erwerben. Insbesondere für die Altersvorsorge erfreut sich die Investition in Immobilienfonds großer Beliebtheit. Bevor sich Anleger für diese Vorsorgeform entscheiden, sollten sie sich mit deren spezifischen Besonderheiten auseinandersetzen.

Flexibel und breit gestreut

Anteile an Immobilienfonds sind im Gegensatz zu Vorsorgewohnungen bereits für geringe Anlagebeträge zu bekommen. Bereits ab einem Sparkapital von lediglich 3.000 Euro lohnt es sich, in einen Immobilienfonds einzusteigen, während für eine Vorsorgewohnung mindestens 50.000 Euro aufzubringen sind. Aus diesem Grund eignet sich die Anlage in Immobilienfonds auch für Bürger mit geringem Einkommen, wie zum Beispiel Berufsanfänger. Genauso spricht die größere Fungibilität für Immobilienfonds. Die Anteile an diesen Fonds lassen sich jederzeit wieder verkaufen. Allerdings empfehlen Experten eine Bindungsdauer von mindestens vier Jahren. Bei Vorsorgewohnungen ist theoretisch ebenfalls ein jederzeitiger Ausstieg möglich, doch tatsächlich gestaltet sich der Verkauf einer Immobilie zu einem bestimmten Preis oft schwierig und langwierig. Ein weiterer Pluspunkt, der für Immobilienfonds spricht, ist dessen implizite Risikostreuung. Ein offener Immobilienfonds muss in mindestens zehn verschiedene Objekte investieren, sodass eine negative Wertentwicklung einer Immobilie leicht durch die Wertsteigerungen der anderen ausgeglichen werden kann.

Geringere Rendite, höhere Steuerbelastung

Bei der Rendite schlägt die Vorsorgewohnung den Immobilienfonds derzeit deutlich. Da Immobilienfonds in der Lage sein müssen, ihre Anteile von den Investoren jederzeit zurückzunehmen, sind sie gezwungen, eine hohe Cash-Reserve vorzuhalten. Dies bedeutet bei den gegenwärtigen Niedrigzinsen einen deutlichen Renditenachteil. Zurzeit lassen sich mit Vorsorgewohnungen Renditen von über vier Prozent erzielen, die Verzinsung von Immobilienfonds fällt über ein Prozent geringer aus. Beim Immobilienfonds hingegen müssen sich Anleger nicht um Mietersuche, Wartungsaufwand und andere mietrelevante Angelegenheiten kümmern.

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