Pensionsvorsorge mit Fonds – der inflationssichere Weg

Pensionsvorsorge mit Fonds – der inflationssichere Weg

Wer Geld in Geldwerte, also in Tagesgeld oder Anleihen investiert, kauft sich damit automatisch einen Inflationsverlust ein. Dieser mag bei relativ hohen Zinsen moderater ausfallen, in Zeiten historisch niedriger Zinsen findet faktisch ein Vermögensabbau statt. Anleger, die dieses Risiko ausklammern möchten, können im Grunde nur auf zwei Alternativen zurückgreifen: Immobilien oder Aktien. Während Immobilien ein recht hohes Investment bedeuten, lässt sich die Pensionsvorsorge mit Fonds bereits mit Beträgen ab 50 Euro monatlich gestalten.

Investments für jede Anlegermentalität

Die Fondsgesellschaften bieten inzwischen Tausende von Fonds an, die jedem Anlegerkriterium gerecht werden. Den klassischen Fonds, die branchen- und regionenübergreifend investieren, stehen sowohl spezielle Branchenfonds als auch Regional- oder Länderfonds gegenüber. Allen ist eines gemeinsam: Aktien gelten als Sachwerte. Erhöht ein Zulieferer die Preise oder steigen die Personalkosten, werden diese Mehraufwände an den Endabnehmer weitergegeben. Der Aktienkurs wird davon nicht direkt berührt. Anders ist es auch nicht zu erklären, dass Aktienkurse langfristig nur einen Weg kennen – nach oben. Die Pensionsvorsorge mit Fonds ist ein langfristiger Prozess, Kursrückschläge werden regelmäßig von einem neuen Allzeithoch abgelöst. Dies macht das Chart „Stocks, Bills, Bonds and Inflation“ des amerikanischen Analystenhauses Ibbotson deutlich.

Durchschnittskosteneffekt nutzen

Die Pensionsvorsorge mit Fonds basiert auf regelmäßigen Sparleistungen mit gleichbleibenden Beträgen. Je nach Kursen kauft der Anleger einmal mehr, einmal weniger Anteile. Dadurch entstehen Durchschnittskosten. Dieser Effekt führt automatisch dazu, dass in der Summe eine größere Wertsteigerung entsteht, als wenn jeden Monat eine feste Anteilsgröße zu wechselnden Preisen erworben wird.

Je näher das Pensionsalter rückt, umso mehr achten die Sparer darauf, dass es keine Kursrückschläge gibt. Dieses Risiko lässt sich minimieren. Rund fünf Jahre vor Erreichen des Pensionsalters sollte der Anleger damit beginnen, sukzessive den Bestand der Aktienfondsanteile sowohl im Depot als auch bei den Sparraten zugunsten weniger volatiler Fonds umzuschichten. Dazu bieten sich Mischfonds, bestehend aus Aktien und Anleihen, aber auch offene Immobilienfonds an. Am Ende der Sparphase besteht der Anteilsbestand idealerweise nur noch aus schwankungsarmen Fondsanteilen. Immobilienfonds bieten sich dabei mehr an, da sie auch eine inflationsresistente Sachwertanlage repräsentieren.

Bild: thinkstockphotos, Andreas Zierhut