Sozialversicherung kompakt: Die Neuerungen 2015

Sozialversicherung kompakt: Die Neuerungen 2015

Grenzbeträge in der Sozialversicherung

Die jährliche Höchstbeitragsgrundlage steigt von 63.420 Euro im Vorjahr um 1.680 Euro in 2015 auf 65.100 Euro an. Damit beträgt der monatliche Höchstbeitrag im Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz (ASVG) 4.650 Euro auf der Grundlage von 14 Gehältern. Bei Gewerbetreibenden entspricht die Höchstbeitragsgrundlage damit nun 5.425 Euro pro Monat.

Die Geringfügigkeitsgrenze steigt

Auch die Geringfügigkeitsgrenze für Minijobs unterliegt seit dem 01.01.2015 einer Anpassung. Die tägliche Geringfügigkeitsgrenze wächst um 62 Cent von 30,55 Euro (2014) auf 31,17 Euro an. Das bedeutet für die monatliche Geringfügigkeitsgrenze einen Anstieg von 395,31 Euro (2014) auf 405,98 Euro im Jahr 2015.

Die Pensions- und Krankenversicherungsbeiträge bleiben stabil

Die gute Nachricht für Konsumenten ist, dass der Beitragssatz in der Pensionsversicherung sich nicht erhöht. Arbeitnehmer tragen weiterhin eine Belastung von 18,5 Prozent. Freiberuflich Erwerbstätige werden nach dem FSVG weiterhin mit 20 Prozent belastet. Ebenfalls unverändert bleibt die Krankenversicherung von 7,65 Prozent. Weiters liegen die Beiträge für die Selbstständigenvorsorge unverändert bei 1,53 Prozent.

Unfallversicherung wird teurer

23 Cent mehr schlagen ab 2015 für die Unfallversicherung zu Buche. Der monatliche Beitrag steigt von 8,67 Euro (2014) auf 8,90 Euro im Jahr 2015 an. Die Neuerungen insgesamt bedeuten beispielsweise für einen Gewerbetreibenden in der Höchstbemessungsgrundlage Folgendes: Sein Beitrag in die Sozialversicherung steigt im Jahr 2015 um 467,78 Euro an. Wurden im Jahr 2014 insgesamt 17.658,70 Euro an Beiträgen fällig, zahlt er heuer 18.126,48 Euro jährlich ein.

Nachzahlungen zur Sozialversicherung

Für Neugründer sind die Beiträge zur Sozialversicherung eine große Belastung. Sie können 2015 aufatmen. Sie erhalten für ab dem Vorjahr eingehende Steuerbescheide einen zinsfreien Aufschub für die Nachzahlung. Weiters dürfen Neugründer die Belastung auf drei Jahre verteilen. Teurer wird es dagegen für Konsumenten, die Schul- und/oder Studienzeiten einkaufen möchten. Sie müssen nun ohne Risikozuschlag 1060,20 Euro einzahlen. Das ist ein Plus von 27,36 im Vergleich zum Vorjahr.

Online-Services ausgebaut

Die Übermittlung von Daten, Anträgen und Anfragen auf dem Postweg nimmt weiter ab. Denn die Alternative des Online-Zugriffs auf die Sozialversicherung wird weiter ausgebaut. Seit 2015 ist über Finanz-Online der Zugriff auf die Sozialversicherungsdaten möglich. Ein Passwort wird nicht benötigt.

Bild: thinkstockphotos, iStock, AnsonLu