Versicherung und Vorsorge für Studenten

Versicherung und Vorsorge für Studenten

Eigentlich sollte man als Student oder Studentin ohne eigenes Einkommen doch bei den Eltern mitversichert sein – eigentlich. Dies trifft aber nur zu, wenn der akademische Nachwuchs noch bei den Eltern wohnt und kein eigenes Einkommen nachweisen kann.

Für Studenten gelten drei Versicherungen als notwendig:

  • die Krankenversicherung
  • die Haftpflichtversicherung
  • eine private Unfallversicherung

Das monatliche Budget Studierender ist in der Regel limitiert. Aus diesem Grund sollte der Versicherungsschutz in erster Linie auf die Dinge beschränkt sein, die eine existenzielle Gefährdung darstellen. Dazu zählen Krankheitskosten, Regressforderungen Dritter und Invalidität.

Was sichert was?

Die gesetzliche Krankenversicherung kann als Mitversicherung bei den Eltern bis zum 27. Lebensjahr bestehen bleiben. Dafür muss der Gebietskrankenkasse eine Bestätigung über die Familienbeihilfe oder eine aktuelle Studienbescheinigung vorgelegt werden.

Wer jedoch nebenbei arbeitet oder ein Praktikum in den Semesterferien wahrnimmt, muss sich selbst versichern. Immer wieder kommt es vor, dass Studenten nach dem Sommersemester, in dem sie krankenversicherungspflichtig gejobbt haben, ohne Krankenversicherung dastehen, weil sie die erneute Anmeldung vergessen.

Bei anderen Krankenversicherungsträgern wie den Betriebskrankenkassen oder der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft gelten zum Teil abweichende Bestimmungen.

Die ÖH-Versicherung deckt zwar Haftpflichtschäden und leistet bei Unfall. Dies gilt jedoch nur, wenn Universitätseigentum beschädigt wird oder der Studierende auf dem Unigelände verunglückt. Fährt ein Student auf der Straße einen Passanten mit dem Fahrrad an und verletzt diesen nachhaltig, kann es passieren, dass er hohen Schmerzensgeld- oder Rentenzahlungen ausgesetzt ist. Diese Forderungen, die die Existenz bedrohen können, werden durch eine private Haftpflichtversicherung abgedeckt.

Ein Unfall kann die akademische Karriere schnell beenden. Die Verdienstmöglichkeiten sind für einen Invaliden stark eingeschränkt. Eine private Unfallversicherung leistet abhängig vom Grad der Invalidität, kann in der Höhe individuell abgeschlossen werden und sichert so langfristig den Lebensstandard.

Und die Altersvorsorge?

Unstrittig, früher oder später wird das Thema private Altersvorsorge für jeden aktuell. Die wenigsten Studenten verfügen jedoch über das Budget, bereits in jungen Jahren größere Geldbeträge anzulegen. Wer dennoch ein paar Euro erübrigen kann, sollte sich mit dem Thema Aktienfonds vertraut machen. Diese bieten langfristig die größten Wertsteigerungen und sind darüber hinaus inflationssicher. Die meisten Fondsgesellschaften und Banken bieten Sparpläne bereits ab 50 Euro, manche auch bereits ab 25 Euro im Monat an.

Bild: thinkstockphotos, iStock, OcusFocus